Moderner Milchziegenstall | zur StartseiteBannerbild | zur StartseiteBDE Herde | zur StartseiteStall mit Klettermöglichkeiten | zur StartseiteBannerbild | zur Startseite
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

PIS-Test

Stand 2026

 

 

PIS-Test (Polled Intersex Syndrome)

 

Hornlosigkeit ist bei Ziegen ein vielfach gewünschtes Merkmal, da sie sowohl Vorteile für das Herdenmanagement als auch für die Tiere selbst mit sich bringt. Vor dem Hintergrund tierschutzrechtlicher Vorgaben gewinnt die Zucht hornloser Tiere zunehmend an Bedeutung.

 

Bei der Anpaarung hornloser Tiere ist jedoch Vorsicht geboten. Hornlosigkeit wird dominant vererbt. Bei Nachkommen hornloser Eltern kann das sogenannte Polled-Intersex-Syndrom (PIS) auftreten. Insbesondere bei weiblichen, reinerbig hornlosen Tieren kann dies zu Intersexualität und damit verbundener Unfruchtbarkeit führen. Aufgrund der unterschiedlich starken Ausprägung sind betroffene Tiere äußerlich nicht immer eindeutig zu erkennen.

 

Der PIS-Test ermöglicht eine frühzeitige genetische Untersuchung bereits ab der Geburt. Dabei werden sowohl der Hornlosgenotyp als auch das genetische Geschlecht bestimmt. Als Probenmaterial eignen sich beispielsweise EDTA-Blutproben, Ohrstanzproben, Schleimhautabstriche oder Haarwurzeln.

 

Der große Vorteil des Tests liegt in der frühen Planungssicherheit. Während eine Fruchtbarkeitsuntersuchung beim Bock über eine Spermaprobe in der Regel erst ab einem Alter von etwa fünf bis sechs Monaten möglich ist, kann der PIS-Test bereits im Jungtieralter wichtige Informationen für die weitere Zuchtplanung liefern. Dadurch können unnötige Aufzuchtkosten, Arbeitsaufwand und Enttäuschungen vermieden werden.

 

Auch bei weiblichen Tieren kann die Untersuchung sinnvoll sein. Möglicherweise von PIS betroffene Tiere können frühzeitig erkannt werden, bevor bis zur ersten Belegung oder Lammung erhebliche Aufzucht-, Futter- und Haltungskosten entstanden sind.

 

Darüber hinaus bietet ein vorliegender PIS-Test sowohl Verkäufern als auch Käufern zusätzliche Sicherheit. Viele Kaufinteressenten wissen es zu schätzen, wenn bei hornlosen Tieren aus hornlosen Elternpaarungen bereits vor dem Verkauf Klarheit über den genetischen Status besteht. Ein vorhandenes Untersuchungsergebnis schafft Transparenz, stärkt das Vertrauen und unterstreicht eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Zucht.

 

Wir empfehlen daher insbesondere bei hornlosen Tieren aus hornlosen Elternpaarungen, die Möglichkeiten des PIS-Tests frühzeitig zu prüfen und für die eigene Zuchtplanung zu nutzen.

 

Hinweis: 

Für Böcke, die auf einem Bockmarkt vorgestellt werden, ist ein entsprechender PIS-Test vorgeschrieben.

 

 

Zusammenfassung:

Der Mehrwert des PIS-Test liegt darin:

  • frühzeitig Informationen über den Hornlosgenotyp zu erhalten,

  • das genetische Geschlecht abzusichern,

  • potenziell betroffene weibliche Tiere früh zu erkennen,

  • Aufzuchtkosten und Zeit zu sparen,

  • die Zuchtplanung zu verbessern und

  • beim Tierverkauf zusätzliche Transparenz zu schaffen.

     

 

Weitere Informationen zum PIS-Test finden Sie auf den Homepages der beiden PIS-Test anbietenden Labore: Agrobiogen und UNI Gießen.

 

PIS-Test Probeninfos, PIS-Test Aufträge sowie eine Beispiel-Checkliste haben wir für Sie bereitgestellt unter Checklisten - Vorlagen.

 

 

Kontakt

Ziegenzuchtverband Bayern e.V.

(ZVB e.V.)
Senator Gerauer Str. 23a

85586 Poing-Grub

 

Telefon 089 537856

Fax 089 54887671
Mail

Nächste Termine

Nächste Veranstaltungen:

23.​08.​2026 - Uhr bis Uhr

 

06.​09.​2026 - Uhr bis Uhr