CAE-Sanierungsprogramm
Freiwilliges Sanierungsprogramm
CAE (Caprine Arthritis Encephalitis) ist eine virusbedingte Erkrankung der Ziege. Sie kann unter anderem zu chronischen Gelenkentzündungen, Euterveränderungen und – insbesondere bei Jungtieren – zu neurologischen Erkrankungen führen.
Da infizierte Tiere häufig keine sichtbaren Krankheitsanzeichen zeigen, kann eine Infektion nur durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden.
Warum ist das CAE-Sanierungsprogramm wichtig?
Das freiwillige Sanierungsprogramm dient dazu,
gesunde Ziegenbestände dauerhaft zu erhalten,
den Handel mit Zuchttieren zu erleichtern,
den Gesundheitsstatus der Bestände langfristig zu sichern.
Bereits seit vielen Jahren nehmen zahlreiche bayerische Ziegenhaltungen erfolgreich am CAE-Sanierungsprogramm teil.
Anerkannt CAE-unverdächtiger Bestand
Ein Bestand erhält den Status „CAE-unverdächtig", wenn alle vorgeschriebenen Blutuntersuchungen ausschließlich negative Ergebnisse ergeben haben.
Nach erfolgreichem Abschluss des Sanierungsverfahrens sind regelmäßige Nachuntersuchungen erforderlich, um den Status dauerhaft zu erhalten.
Der Bestand muss außerdem dauerhaft vor Kontakten mit nicht anerkannt CAE-unverdächtigen Beständen geschützt werden.
Untersuchungsablauf
Der Weg zum anerkannt CAE-unverdächtigen Bestand erfolgt in mehreren Schritten:
Untersuchung Abstand
1. Untersuchung Ausgangsuntersuchung
2. Untersuchung nach 6 Monaten
3. Untersuchung nach weiteren 6 Monaten
4. Untersuchung nach 12 Monaten
Erst danach gilt der Bestand als CAE-unverdächtig.
Anschließend erfolgen weitere regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Nach mehreren Jahren ausschließlich negativer Ergebnisse kann das Untersuchungsintervall auf zwei Jahre verlängert werden.
Was passiert bei einem positiven Befund?
Werden CAE-positive Tiere festgestellt, müssen entsprechende Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Je nach Anzahl der betroffenen Tiere reicht dies von der Ausmerzung einzelner positiver Tiere bis hin zum vollständigen Neuaufbau des Bestandes.
Die genauen Vorgehensweisen sind in den CAE-Richtlinien beschrieben.
Entwicklung des CAE-Sanierungsprogramms in Bayern
| Jahr | Anzahl Tiere | Pos. Tiere | in % | unters. Betriebe | unverdächtige Betr. |
| 1994-97 | 2187 | 217 | 9,9 | 42 | 11 |
| 2000 | 1006 | 20 | 2,0 | 42 | 21 |
| 2005 | 1605 | 2 | 0,1 | 76 | 49 |
| 2010 | 1166 | 0 | 0,0 | 58 | 80 |
Die bisherigen Ergebnisse zeigen den Erfolg des freiwilligen Sanierungsprogramms.
Bei Fragen zum CAE-Sanierungsprogramm stehen Ihnen der ZVB e.V., Ihr Betreuungstierarzt sowie der TGD Bayern e.V. gerne zur Verfügung.
Untersuchungslabore:
Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. (TGD)
Senator-Gerauer-Str. 23
85586 Grub/Poing
Dr. Ursula Domes (Fachtierärztin f. kl. Wiederkäuer, Schafgesundheitsdienst)
Telefon: 089-9091282
Mobil: 0173-6491536
Web: TGD - Schafgesundheitsdienst
Bayerisches Landesamt für das Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Eggenreuther Weg 43
90158 Erlangen
Telefon: 09131-764-0
Westernblot-Test (Kosten bitte selbst erfragen):
Institut für Veterinär-Virologie
Universität Bern
Länggass-Str. 122
CH-3012 Bern (Schweiz)
Telefon: (0041) 31 631 24 23