Weideparasiten

 

Die häufig idealisierte Vorstellung einer ganzjährigen Weidehaltung von Ziegen wird durch das erhöhte Risiko eines Befalls mit Magen-Darm-Nematoden relativiert. Diese parasitären Infektionen können – abhängig von Befallsstärke und Tierzustand – das Wohlbefinden sowie die Leistungsfähigkeit der Tiere deutlich beeinträchtigen. Bei starkem Befall, insbesondere in Kombination mit Stressfaktoren, sind auch schwerwiegende bis hin zu tödlichen Verläufen möglich.

 

Eine wirksame Prophylaxe basiert auf mehreren zentralen Faktoren:

  • ein stabiles Pansenmilieu durch angepasste, rohfaserreiche Fütterung

  • ein ruhiger, stressarmer Umgang mit den Tieren

  • ein gezieltes und nachhaltiges Weidemanagement (z. B. Weidewechsel, angepasste Besatzdichte)

  • konsequente Hygienemaßnahmen im Stall- und Weidebereich

  • regelmäßige parasitologische Kotuntersuchungen

     

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse sollten Anthelminthika gezielt und bedarfsgerecht eingesetzt werden. Eine selektive Entwurmung einzelner Tiere gilt dabei als sinnvoller Ansatz, um die Entwicklung von Resistenzen zu verlangsamen und gleichzeitig die Stoffwechselbelastung der Herde zu reduzieren.

 

 

 

 

Weiterführende Informationen zu dem Thema finden Sie z. B. unter:

 

https://www.tgd-bayern.de/Schaf/Infothek

 

https://www.lkv.bayern.de/mehr-weidegang-mehr-parasiten/

 

www.weide-parasiten.de/ziege2