22. Fränkische Ziegenschau im Freilandmuseum Bad Windsheim

Rückschau:

Zur 22. Fränkische Ziegenschau im Freilandmuseum Bad Windsheim Traditionell am ersten Sonntag im September hatte der Bezirksverband der Mittelfränkischen Ziegenzüchter seine Mitglieder zur Vereinsschau ins Freilandmuseum geladen. 10 Züchter waren der Einladung gefolgt und hatten die Spitzentiere ihrer Zucht für die Schau bestens herausgeputzt. Der jährliche Leistungsvergleich ist der züchterische Höhepunkt des Jahres, der auch wieder viele Besucher ins Museum lockte. Die angenehme herbstliche Witterung trug bei Mensch und Tier zum Wohlbefinden bei. Als Preisrichter hatte der Verein eigens den Ziegenfachexperten Matthias Frei aus der Schweiz verpflichtet, der mit Unterstützung des Fachberaters Anton Hofmann vom Amt für Landwirtschaft und Forsten die züchterischen Werte der Tiere beurteilte.


Die Zuchtvereinigung Mittelfranken hält auch weiterhin an dem Austragungsort im Freilandmuseum Bad Windsheim fest. Der große Publikumszuspruch ist eine hervorragende Voraussetzung, die Rassevielfalt der Ziegen zu demonstrieren. Mit Ziegen-Produkten sowie vielen Informationen rund um die Ziege will der Verein den Besucher dieses älteste Nutztier der Menschheit näher bringen. Pünktlich um 9 Uhr eröffnete der Vorsitzende des Bezirksverbandes Johannes Maibom die Veranstaltung, die von einem bunten Rahmenprogramm begleitet wurde. Hier konnten die Besucher beispielsweise bei einem Ziegenquiz ihre Kenntnisse über die Ziege unter Beweis stellen. Einfach war es nicht, beispielsweise unter verschiedenen Haarproben eine bestimmte Ziegenrasse herauszufinden, aber es hat den Teilnehmern viel Spaß bereitet. Erstmals konnten die Besucher parallel zur Fachjury die schönste Ziege der Schau, den „Publikumsliebling“, wählen. 

Interessant war, dass die 400 Besucher, die sich an dieser Wahl beteiligten, den mit deutlichem Abstand den Schausieger auch zu ihrem Liebling erkoren. Die Fachkompetenz der Besucher sollte also nicht unterschätzt werden.
Eine schwierige Aufgabe wartete auf die Preisrichter bei der Beurteilung der erfahrungsgemäß stark vertretenen Burenziegen. Bei Höchstnoten waren es oft nur Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen den konkurrierenden Tieren ausmachten. In diesem Jahr ähnlich stark vertreten waren die Pfauenziegen. Von beiden Rassen war der Schweizer Spezialist, der sich insbesondere mit den Buren und Pfauen beschäftigt, geradezu begeistert. Aber auch die zahlenmäßig geringer vertretenen Rassen der BDE, WDE und Anglo- Nubier wurden durch erstklassige Tiere vertreten.
Gesamtsieger der Schau und Publikumsliebling wurde ein Pfauenziegenbock von Lutz Gießler aus Ottensoos. Bei den Milchziegenrassen, also der Bunten und Weißen Deutschen Edelziege konnte Ingrid Knörr aus Ansbach mit einem 3- jährigen Bock das Siegertier stellen. Eine 4 -jährige Ziege aus der Zucht von Johannes Maibom aus Mausdorf konnte sich bei den Burenziegen durchsetzen. Der Wanderpokal wechselt damit seine Standort vom letztjährigen Sieger Werner Sauer aus Arnstein nach Ottensoos zu Lutz Gießler.

von links: Pfauenbock mit Lutz Gießler, Burenziege, Züchter J. Maibom, BDE Bock, Konrad Knörr Johannes Maibom
von links: Pfauenbock mit Lutz Gießler, Burenziege, Züchter J. Maibom, BDE Bock, Konrad Knörr Johannes Maibom

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